Warum mehrere Konten wichtig sind
Der erste Grund für mehrere Konten ist der Quotenzugang. Selbst unter Soft-Buchmachern variieren die Preise für dasselbe Ereignis erheblich. Ein Wetter mit Konten bei drei oder vier Anbietern kann typischerweise 2–5 % bessere Quoten auf eine beliebige Auswahl finden, verglichen mit der Beschränkung auf einen. Über eine große Anzahl von Wetten hinweg ist dieser Unterschied bei den Durchschnittsquoten signifikant; er kann den Unterschied zwischen einem marginal profitablen und einem klar profitablen Betrieb ausmachen.
Der zweite Grund ist Widerstandsfähigkeit. Jedes einzelne Soft-Buchmacher-Konto wird irgendwann limitiert, wenn Sie profitabel wetten. Ein Betrieb, der von einem einzelnen Konto abhängt, ist grundlegend fragil. Mehrere Konten schaffen eine Struktur, in der die Einschränkung eines einzelnen Kontos den Gesamtbetrieb nicht wesentlich stört; es verlagert lediglich mehr Aktivität auf die verbleibenden Konten.
Der dritte Grund ist der Marktzugang. Manche Märkte sind bei bestimmten Buchmachern verfügbar und bei anderen nicht. Die Tiefe bei Asian Handicaps ist beispielsweise bei den großen asiatischen Buchmachern weitaus besser als bei europäischen Anbietern. Die Live-Liquidität variiert dramatisch zwischen den Börsen. Bestimmte Sportarten sind auf bestimmten Plattformen besser abgedeckt. Zugang zu mehreren Plattformen bedeutet Zugang zum gesamten Marktspektrum statt nur zu dem, was ein Anbieter zufällig offeriert.
Nichts davon ist im Prinzip besonders kompliziert. Die Komplikation für die meisten seriösen Wetter, insbesondere in Deutschland, besteht darin, dass die Plattformen mit den besten Quoten und tiefsten Märkten (Pinnacle, SBO und die anderen asiatischen Buchmacher) aus Deutschland nicht direkt zugänglich sind. Hier werden Broker zu einer strukturellen Notwendigkeit statt einer optionalen Ergänzung.